Virusgrippe – mehr als eine Erkältung

Die Virusgrippe ist eine Erkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Häufig wird die Bezeichnung Grippe für Erkältungen verwendet und daher unterschätzt.
Die Virusgrippe wird durch Tröpfcheninfektion leicht übertragen, etwa durch Niesen, Husten oder Händedruck, und kann jeden treffen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit liegen ein bis fünf Tage.

Grippe-Symptome

Eine Grippe beginnt meist akut mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit. Es besteht ein starkes Krankheitsgefühl.
Gefährlich ist die Virusgrippe vor allem für ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen mit Abwehrschwäche, wenn sie Komplikationen nach sich zieht. In Folge der Erkrankung kann es zum Beispiel zu einer Lungenentzündung kommen.

Grippe-Therapie

Die Therapie einer Grippe besteht in erster Linie darin, die Beschwerden zu lindern. Fieber oder Schmerzen lassen sich mit leichten Schmerzmitteln behandeln. Da der Körper durch eine Grippe stark geschwächt ist, können ihn zusätzlich Bakterien befallen (Sekundärinfektion). Schwere Organerkrankungen, zum Beispiel eine Lungenentzündung, können die Folge sein. In diesen Fällen werden zusätzlich Antibiotika eingesetzt, die immer nur gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren wirksam sind.

Grippe-Impfung

Um einer Grippe vorzubeugen, besteht die Möglichkeit, sich gegen einige Grippe-Viren impfen zu lassen.

Wer sollte geimpft werden?

Die Experten der ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfehlen die Impfung für folgende Personengruppen:

  • Menschen über 60 Jahre
  • Patienten mit einer chronischen Erkrankung (z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus)
  • Bestimmte Berufsgruppen (z.B. medizinisches Personal)
  • Schwangere
  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die jährliche Impfung sollte vorzugsweise im Herbst vor der eigentlichen Erkältungszeit (ab September) verabreicht werden. Sie kann aber auch noch bis März nachgeholt werden.
Da die Influenza-Viren sich kontinuierlich ändern, muss die Impfung jährlich mit einem neu abgestimmten Impfstoff wiederholt werden. Die Schutzdauer beträgt im allgemeinen sechs Monate bis zu einem Jahr.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Allgemein ist die Grippeimpfung sehr gut verträglich. Der Impfstoff selbst kann weder eine Virusgrippe noch andere Erkrankungen auslösen. Nebenwirkungen beschränken sich auf lokale Beschwerden wie Rötung und Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle. Leichte Allgemeinbeschwerden wie Fieber, Gliederschmerzen und Mattigkeit können vorkommen.

Können Kosten für die Impfung entstehen?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn die Grippeschutzimpfung gemäß der STIKO-Empfehlung erfolgt.

Fragen und Antworten zur Grippe und Grippeimpfung

Auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Internet finden Sie Fragen und Antworten zur Grippe und Grippeimpfung.

Wenn Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns gerne an!

Stand 03/2020

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