Die elektronische Gesundheitskarte

Seit 2015 gilt ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte als Berechtigungsnachweis für die Inanspruchnahme von Leistungen.

Was kann die elektronische Gesundheitskarte?

Die Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte werden schrittweise eingeführt. Zunächst werden administrative Daten, wie Ihr Name und Geburtsdatum, Ihre Anschrift und Ihr Versichertenstatus gespeichert.
Die elektronische Gesundheitskarte enthält ein Lichtbild, wodurch Verwechslungen und missbräuchliche Inanspruchnahme von Leistungen vermieden werden. Ausnahmen gibt es lediglich für Jugendliche bis zum 15. Lebensjahr und für Versicherte, die bei der Erstellung des Lichtbildes nicht mitwirken können, wie z.B. pflegebedürftige Patienten.
Auf der Rückseite ist die Europäische Krankenversichertenkarte aufgedruckt und macht eine unbürokratische Behandlung innerhalb Europas möglich.

Was soll die Gesundheitskarte einmal leisten?

Weitere Optionen für die Karte, wie zum Beispiel Notfalldaten, die elektronische Patientenakte oder eine eventuelle Organspendeerklärung sind geplant, aktuell aber noch nicht umgesetzt. Bei den zusätzlich geplanten Speicheroptionen handelt es sich um freiwillige Zusatzfunktionen, die nur mit Ihrer Zustimmung gespeichert werden.

Welche Vorteile hat die Gesundheitskarte langfristig?

Die Qualität der medizinischen Behandlung hängt nachhaltig davon ab, ob Ihr Arzt über notwendige Informationen für Ihre medizinische Versorgung verfügt.
Wichtige Informationen für Ihre medizinische Versorgung, wie Befunde, die Dokumentation über eingenommene Arzneimittel, eine Impfdokumentation oder auch eine elektronische Patientenakte, sollen zu einem späteren Zeitpunkt auf der neuen Gesundheitskarte gespeichert werden können, wenn Sie es wünschen. Die Informationen stehen dann dem behandelnden Arzt zeitnah zur Verfügung.
Im Notfall kann es lebensrettend sein, dass der Arzt Informationen, z.B. zu Grunderkrankungen und Allergien erhält. Wenn Sie es wünschen, können diese Informationen als Notfalldaten auf der Gesundheitskarte gespeichert werden. Die Notfalldaten können dann auch ohne Ihre Mitwirkung im Notfall von Ärzten abgerufen werden.
Sie entscheiden zu gegebener Zeit selbst über den Umfang der gespeicherten Daten.

Wie sicher sind meine Daten?

Der Datenschutz hat höchste Priorität und wird durch gesetzliche und technische Maßnahmen sichergestellt.
Die Daten sollen nur durch das gleichzeitige Stecken Ihrer Gesundheitskarte und des Heilberufsausweises des Arztes in das Kartenlesegerät entschlüsselt werden können. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass Sie einem Zugriff auf medizinische Daten durch Eingabe einer PIN zustimmen müssen. Eine Ausnahme sollen die Notfalldaten bilden, hier soll für einen Zugriff zwar ein Heilberufsausweis, situationsbedingt jedoch keine PIN-Eingabe erforderlich sein.

Sie bestimmen selbst, wer wann welche Daten speichern, einsehen und ändern kann.

Stand 01/2019

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